Der Ansatz

Bist du Hundetrainer*in geworden, um die Welt für Hunde ein bisschen besser zu machen?
Liebst du deinen Job und setzt alles daran, deinen Kund*innen deine Hundeliebe näher zu bringen?

Dann ist dir sicher längst klar geworden: Hundetraining ist Menschentraining.
Doch wie erreicht man Menschen im Hundetraining, so dass sich die Beziehung zwischen ihnen und ihrem Hund nachhaltig positiv verändert und die beiden zu einem echten Team werden?

Kontext

HUndetraining

Im Hundetraining geht es um den Hund und darum, Menschen Hundewissen zu vermitteln bzw. wie sie ihrem Hund sinnvolle Verhaltensweisen beibringen. Die Hundeverhaltensberatung basiert auf einer Verhaltensanalyse, auf deren Basis die/der Hundetrainer*in einen Behandlungsplan vorschlägt. Im Hundecoaching geht es hingegen darum, Menschen für eine konstruktive Mensch-Hund-Kommunikation zu sensibilisieren, ihr Verständnis für den Hund zu verfeinern, damit sie Konflikte mit ihrem Hund selbstverantwortlich und gewaltfrei klären können. Darüber hinaus geht es darum, Menschen in ihrer persönlichen Entwicklung mit dem Hund zu begleiten. Sie zu ermächtigen, ihren Hund selbstverantwortlich und selbstbewusst zu führen.

Trainingsmethoden und Coachingmethoden unterscheiden sich in der Zielsetzung, dem Vorgehen, der Haltung. Rolle und Aufgabe eines Coachs sind zudem andere als die eines Trainers. Wenn du dein Angebot stärker auf das Coaching von Hund und Mensch ausrichten möchtest, brauchst du einen Coachingansatz und Coachingtools. Mein Coachingansatz ist auf die Besonderheiten der Mensch-Hund-Beziehung abgestimmt und stärkt Hundehalter*innen konsequent in ihren Führungskompetenzen. Ich setze da an, wo Menschen mit Hundetraining nicht weiterkommen, weil es nicht um den Hund geht, sondern um sie selbst.

Entwickelt auf der Basis

  • systemischer Therapie bzw. Coaching
  • lösungsorientierter Therapie bzw. Coaching
  • ressourcenorientierter Therapie bzw. Coaching
  • Humanistischer Pädagogik und Psychologie
  • Positiver Psychologie
  • Theorien und Modellen über Persönlichkeitsentwicklung, z. B. dem Enneagramm
  • Somatics, Meditation und Achtsamkeit
  • modernem, gewaltfreiem Hundetraining

 

Geeignet für Menschen,

  • die erkannt haben, dass sie der Schlüssel zu einer liebevollen Beziehung mit ihrem Hund sind.
  • die eine positive innere Haltung sich selbst und ihrem Hund gegenüber entwickeln wollen.
  • die Hundeprobleme als Chancen sehen, gewohnte Denk- und Handlungsmuster zu durchbrechen und über sich hinauszuwachsen.
  • für die ihr Hund mehr ist als ein Hund und die sich Klarheit über die mit ihm verbundenen Lebensziele und -aufgaben wünschen.

Themen im Hundecoaching sind,

  • persönliche Führungskompetenzen erkennen und entwickeln
  • Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen im Umgang mit dem Hund stärken
  • Fokus für Hundeerziehung und -ausbildung neu setzen
  • Missverständnisse und Konflikte in der Mensch-Hund-Beziehung verstehen und lösen
  • die Anschaffung eines Hundes für bestimmte Aufgaben planen

 

 

Hintergründe

– Hundecoaching

Hundetraining bedeutet nicht nur, Hunde zu erziehen und auszubilden. Hundehalter*innen wollen lernen, wie sie ihren Hund im Alltag sicher führen. Moderne Hundeführung setzt auf eine positive innere Haltung sich selbst und dem Hund gegenüber. Alte Führungskonzepte, die auf Unterdrückung und Bestrafung basieren, sind leider tief verankert in unseren Denk- und Handlungsmustern und wirken oft unbewusst.

Es gibt noch viel zu viele Hundeschulen, die nach veralteten Grundannahmen über Hundeführung, die auf Härte und Dominanz fußen, arbeiten. Stärke wird mit körperlicher Einwirkung gleichgesetzt und von Hundehalter*innen wird erwartet, dass sie sich den Trainingsmethoden der „Hundeflüsterer“ und  deren Weltanschauung unterordnen sollen.

Wenn dann auch noch Hundehalter*innen ihre Führungskompetenzen aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Herkunft, aufgrund persönlicher Merkmale wie Hochsensibilität oder Emotionalität; aufgrund von vorübergehender psycho-sozialer Belastung, Burneout oder chronischer Krankheit grundsätzlich abgesprochen wird, dann schadet der Besuch einer Hundeschule mehr als er nutzt.

Wenn Hundehalter sich selbst die Schuld an ihren Hundeproblemen geben und aufgrund ihrer persönlichen Eigenschaften die Fähigkeit, einen Hund richtig zu führen, anzweifeln; aber auch dann, wenn gar nicht so recht klar ist, was sie im Hundetraining erreichen wollen, geht es nicht in erster Linie um den Hund, sondern darum den Menschen wieder aufzurichten und seine Ressourcen zu aktivieren.

Hunde leben in der Familie und sind eingebunden in ein soziales System. Es kommt vor, dass Hundeprobleme sich nicht mit Hundetraining lösen lassen, weil der Hund ein Symptomträger für das System ist und/ oder eine wichtige Funktion für das System erfüllt.

Traumatisierten und deprivierten Hunden kann mit gängigen Hundetrainingskonzepten oft nicht geholfen werden. Hier geht es um stabilisierende therapeutische Maßnahmen. Das braucht viel Zeit. Dafür reichen die Kapazitäten von Expertinnen nicht aus und die jeweiligen Hundehalter müssen sich im Alltag selbst behelfen, sich in Geduld üben, Fortschritte erkennen, den Hund feinfühlig begleiten bis er trainierbar ist.

Hunde übernehmen zunehmend psycho-soziale Funktionen und Aufgaben, werden als Büro-, Assistenz-, Schul- und Therapiehund eingesetzt. Für die vielfältigen Aufgaben im Alltag und im Beruf sind Hundehalter gefordert, ihre Hunde selbstverantwortlich zu erziehen und auszubilden.

Mit der Anschaffung eines Hundes sind Lebensziele verbunden, die man nicht mit Hundetraining erreichen kann. Es geht dabei um grundlegende menschliche Bedürfnisse nach liebevollen Beziehungen, körperlicher und geistiger Gesundheit und darum, einen Sinn im Leben zu finden.